Praxair Surface Technologies  

Plasmaspritzen

Die Plasmaspritzanlage besteht aus einer Plasmaspritzpistole, einer Hochleistungsgleichstromquelle, einem Kühlaggregat, einer Kontrolleinheit sowie einem Pulverförderer. Zum Schutz von Mensch und Umwelt wird in Kabinen gespritzt, die mit Absaug-, Staubfilter- und Schallschutzvorrichtungen ausgestattet sind.

Beim atmosphärischen Plasmaspritzen wird im Plasmabrenner zwischen einer anodisch gepolten, wassergekühlten Plasmadüse und einer ebenfalls wassergekühlten Wolframkathode ein Lichtbogen gezündet. Das Prozeßgas, üblicherweise Argon oder Stickstoff oder ein Gemisch aus Ar mit N2, H2 oder He wird im Lichtbogen in den Plasmazustand überführt und es entsteht ein 2-5 cm langer Plasmafreistrahl mit einer Temperatur von bis zu 20.000 K. Durch die thermische Expansion der Gase werden Partikelgeschwindigkeiten von 200 bis 350 m/s erreicht. Der pulverförmige Spritzzusatzwerkstoff gelangt mit Hilfe eines Trägergases entweder innerhalb oder außerhalb der Düse in den Plasmastrahl.
Im Gegensatz zu den sonst am Markt verfügbaren Plasmaverfahren arbeitet das Praxair-Plasma mit interner Eindüsung. Dies führt zu höheren Partikelgeschwindigkeiten und macht Haftschichten überflüssig. Die erzielbaren Porositäten liegen deutlich unter denen der konventionellen Systeme.
Zusätzlich bietet Praxair Surface Technologies den Einsatz von Argon-Shrouded an. Durch Verwendung dieses Argon-Schutzgasmantels lassen sich Schichten mit besonders geringen Oxidanteilen herstellen.

Die Haftung von plasmagespritzten Schichten liegt je nach Schichtwerkstoff im Bereich von 35 MPa bis 70 MPa.


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